Sich
in seinen Job besser einfügen als Lebensweg Die Reaktionen von Besuchern des Forums finden
Sie im Anhang
Probleme
im Job liegen oft darin, daß Sie ihn nicht gut genug machen. D.h. nicht so, wie
es erwartet wird, aus welchen Gründen auch immer. Was heißt das? Sie können
absolut top sein - auch objektiv - solange sie das nicht in den Augen Ihrer
Zielgruppe sind (z.B. Vorgesetzte), gibts Schwierigkeiten.
Es besteht ein Zusammenhang zwischen Job gut machen und
den ureigensten Lebenszielen. Die Probleme in Jobs sind immer auch Wegweiser,
die uns vom bisherigen Weg wegweisen und uns frei machen oder bereit machen für
neue Wege. Egal wie sie es sehen wollen, es ist so - eine deutlichere
Wegweisung (in beiderlei Sinn) im Berufsleben als letzten Endes eine Kündigung
gibt es wohl nicht. Abzuwarten, bis es kracht, ist natürlich auch eine Option -
bestimmt nicht die klügste.(Vergleich Tanken: Denken Sie erst ans Tanken, wenn
der Motor wegen Treibstoffmangel abstirbt? Oder beobachten Sie manchmal die
Tankanzeige?) Dieses Risiko gehen vermutlich die wenigsten Menschen bewußt ein.
Die deutlichsten Anzeichen dafür sind die körperlich und seelisch belastenden
Veränderungen.
Einen bezahlten Job machen Sie in erster Linie nie für
sich selbst. Natürlich wollen SIE etwas verdienen. Was aber selten begriffen
wird, ist die Priorität in der Sache: zuerst muss es für den Auftraggeber
passen, erst dann gibt es den Gegenwert, den Sie sich wünschen.
Wo purer Egoismus waltet, sind Schwierigkeiten die
unerbittliche Konsequenz. D.h. Ihre Probleme sind eher lösbar, wenn Sie Ihren
Job besser oder anders oder anderswo machen und immer so, daß Sie die Anforderungen Ihres Auftraggebers so gut
erfüllen, wie es Ihnen möglich ist (statt mehr vom Gleichen oder sich mehr
(ziellos) anstrengen usw.). Und wenn Sie Ihre Voraussetzungen für Ihren Job -
Ihre berufliche Aufgabe und Ihre Lebensziele -
überdenken und neue Erwerbs-Strategien entwickeln.
In den Augen der Zielgruppe passend zu sein, hat auch
Grenzen. Falsch verstandener Stolz („...das mach ich doch nicht...“) auf der
einen Seite und Liebkind machen (einschleimen) auf der anderen, verhindern oft
eine Annäherung an existentiellere Bedürfnisse der Zielgruppe.
Gegen undurchschaubare oder unprofessionelle
Personalentscheidungen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Wo ganz andere
Kriterien herrschen, als die Fähigkeiten von Mitarbeitern, oder wo etwas
anderes gefordert wird, als Sie bieten können oder wollen, hilft auch keine
noch so strategische Orientierung an den Zielgruppen-Bedürfnissen.
Wie oft übersehen wir, daß sich die Anforderungen an uns
verändert haben, und wir nicht gefolgt sind. Wo wir linear unseren Job machen,
statt wendig auf der Spur der Zielgruppen-Wünsche zu bleiben. Wir sind dann baß
erstaunt, wenn wir aus der Kurve fliegen: Ich hab ja eh noch "Gas
gegeben" (sprich meinen Einsatz
meine Anstrengungen erhöht, statt den Kopf benutzt und eine Strategie
überlegt).
Wann haben Sie das letzte Mal mit Ihren Vorgesetzten
Ihren Job abgestimmt?
Wann haben sie sich das letzte Mal Gedanken darüber
gemacht, was sie im Leben und vom Leben wirklich wollen! Das Leben kann es mit
Ihnen schwer gut meinen, wenn sie dem Leben nicht sagen, was sie von ihm
wollen.
Sie
haben immer Ihr Bestes gegeben plötzlich stehen sie ohne Job da
Halten sich "Pflege" (das Registrieren der
Veränderungen) der beruflichen Beziehung und Arbeitseinsatz die Waage?
Geben Sie Ihr Bestes? Und was verstehen Sie darunter?
Ist es wirklich das Beste für Ihren Arbeitgeber UND für Sie ?
Wenn nur Sie Ihr Bestes geben und Ihr Arbeitgeber seine
Führungsqualitäten nicht ebenfalls zum Besten entwickelt, erfordert diese
Schieflage eine eigene Strategie. Es nützt nichts, sich als verkannt beleidigt
zurückzuziehen. Viel arbeiten allein ist kaum Garantie für die Sicherheit eines
Arbeitsplatzes.
Pflege bedeutet Weiterentwicklung Ihres Jobs. Damit
nützen Sie Ihrem Arbeitgeber und sich selbst. Sie leisten einen Beitrag zur
Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes, finden nach einer Trennung rascher wieder
Anschluß oder legen den Grundstein für einen aktiven Wechsel.
Lernen sie unterscheiden, was in Ihrem Job möglich ist und was nicht. Die besten ldeen sind
nutzlos, wenn Sie den Entscheidungsträgern nicht vermittelt werden können oder
nicht erkannt werden. Voraussetzung: diese besten Ideen sind auch objektiv gut
(strategisch orientiert) und nicht nur in Ihren Augen.
Anhang
Forum für berufliche Fitness Präventivcoaching und Strategie www.lebensorientierung.at Ronald Hell Ó2004